Wissenschaftliches Arbeiten in der Praxis: Sammelband-Workshop am Buchprojekt „Der Business Case Walz 4.0“

Ort HTWG Konstanz Zeitraum 19.03.2026 – 19.03.2026 Organisation HTWG Konstanz Status Abgeschlossen

Kurzbeschreibung der Pilotaktion

In dieser Lehrveranstaltung erlernen Studierende wissenschaftliches Arbeiten und Publikationspraxis anhand eines realen Herausgeberprojekts: eines wissenschaftlichen Sammelbandes bei Springer Vieweg („Der Business Case Walz 4.0: Geschäftsmodelle, Transfermechanismen und Bildung für regionale Wertschöpfung“).nDie Studierenden entwickeln gemeinsam mit den Herausgebenden die Struktur des Gesamtwerks, recherchieren in einschlägigen Themenfeldern und verfassen eigene wissenschaftliche Beiträge. Darüber hinaus übernehmen sie zentrale Rollen des Publikationsprozesses: Identifikation und Ansprache externer Fachautor:innen, Koordination von Einreichungen, Durchführung und Dokumentation von Peer-Reviews, redaktionelle Überarbeitung (Inhalt, Stil, Zitation, Formales) sowie Qualitätssicherung und Kuratierung des Gesamtbandes nach Verlags- und Reihenstandards.nDie individuellen Beiträge der Studierenden können – bei ausreichender Qualität und nach redaktioneller Freigabe – namentlich im Werk ausgewiesen werden. Bewertet werden sowohl die individuelle Leistung (Beitrag, Review-/Redaktionsqualität, Verlässlichkeit) als auch die Teamleistung (Prozessqualität, Termintreue, Gesamtqualität des Bandes).

Zielsetzung & erwarteter Erkenntnisgewinn

Am Ende der Veranstaltung können die Studierenden wissenschaftliche Fragestellungen präzise formulieren, relevante Literatur systematisch recherchieren und korrekt zitieren sowie einen eigenen, publikationstauglichen Beitrag strukturiert verfassen und auf Basis von Feedback iterativ verbessern. Sie sind in der Lage, Peer-Reviews nach klaren Qualitätskriterien durchzuführen, Texte redaktionell zu überarbeiten und die Kohärenz eines Sammelbandes über mehrere Beiträge hinweg abzusichern. Darüber hinaus verstehen und praktizieren sie den vollständigen Publikationsprozess eines Herausgeberbandes (Themenfindung, Autorenansprache, Einreichung, Review, Revision, Finalisierung) und organisieren die Zusammenarbeit im Team mit verlässlicher Termin- und Versionsdisziplin. Dabei wenden sie die Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis an, insbesondere hinsichtlich Quellenarbeit, Autorschaft und Rechteklärung (z. B. Abbildungen).

Eingesetzte Technologien / Materialien

Methodisch arbeitet der Kurs als „Sammelband-Werkstatt“ mit klaren Rollen, Iterationen und Qualitäts-Gates: Zu Beginn werden Buchkonzept, Zielgruppen, Kapitelstruktur und Leitfragen gemeinsam erarbeitet (Scoping-Workshop). Darauf folgen geführte Literaturrecherchen (Search Strings, Screening, Exzerpte) und die Erstellung von kurzen Concept Notes/Abstracts, aus denen Beiträge und Autor:innen-Assignments abgeleitet werden. Die Texte entstehen iterativ in Sprint-Zyklen mit Meilensteinen (Outline → First Draft → Review → Revision → Final), begleitet von Schreib- und Feedback-Sessions. Qualitätssicherung erfolgt über Peer-Review (Rubrics, Kommentierung, Änderungslog), redaktionelles Lektorat/Copy-Editing sowie Konsistenzchecks (Terminologie, Argumentationslogik, Zitationsstil, Abbildungs- und Tabellenstandards). Projektmanagement-Methoden (Kanban/Backlog, Verantwortlichkeiten, Deadlines, Protokolle) sichern den Prozess; ergänzt wird dies durch Kurzinputs zu wissenschaftlichem Schreiben, Argumentation, Methodikdarstellung, Ethik/Good Scientific Practice und Rechteklärung (Bildrechte, Quellen, Permissions).

Format und didaktisches Setting

Im Zentrum der Veranstaltung steht die gemeinsame Konzeption und Realisierung eines wissenschaftlichen Sammelbandes zum „Business Case Walz 4.0“. Inhaltlich bearbeiten die Studierenden – angeleitet durch die Herausgebenden – den thematischen Rahmen (Geschäftsmodelle, Transfermechanismen, Bildung und regionale Wertschöpfung), entwickeln eine konsistente Gesamtstruktur des Buches und definieren Kapitel- und Beitragstypen. Methodisch umfasst der Kurs die Literaturrecherche, die Ausarbeitung eigener wissenschaftlicher Beiträge, das Peer-Review und die redaktionelle Überarbeitung externer und interner Texte sowie das Management von Autor:innen, Versionen und Deadlines. Ergänzend werden Standards guter wissenschaftlicher Praxis, Zitier- und Publikationskonventionen, Qualitätskriterien für wissenschaftliche Texte sowie die Klärung von Bild- und Nutzungsrechten für Abbildungen und Materialien behandelt.

Hier entstehen neue Lernwege für eine Baukultur, die nachhaltig, digital und menschlich zugleich ist. 

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