Kurzbeschreibung der Pilotaktion
Im Rahmen eines Semesterkurses entwickeln Studierende Konzepte für KI-gestützte Werkzeuge, die zur Erhöhung der Arbeitssicherheit im Handwerk beitragen. Unter dem Arbeitstitel „Safe Tools“ werden bestehende Handwerkswerkzeuge, beispielsweise Akku-Winkelschleifer (Flex), mit kamerabasierter Bilderkennung und KI-Unterstützung ergänzt. Ziel ist die automatische Erkennung von Gefahrensituationen, Bedienfehlern oder fehlender persönlicher Schutzausrüstung. Wird ein Sicherheitsrisiko erkannt, erfolgt eine unmittelbare Warnung durch optische, akustische oder haptische Signale.
Zielsetzung & erwarteter Erkenntnisgewinn
Ziel der Pilotaktion ist die Durchführung studentischer Studienarbeiten, die technische KI-Kompetenzen mit den konkreten Anforderungen des Handwerks verbinden. Hierzu soll das persönliche Netzwerk der Studierenden zu Handwerksbetrieben aktiviert werden, um reale Bedarfe, Sicherheitsherausforderungen und Anwendungsszenarien zu identifizieren. Auf Basis dieser Anforderungen werden Konzepte für intelligente Sicherheitswerkzeuge entwickelt und prototypisch umgesetzt.
Eingesetzte Technologien / Materialien
Arduino, Lokales AI-Hosting, KI-gestützte Bilderkennung (Computer Vision)nKamerasensoriknMaschinelles Lernen zur ObjekterkennungnEingebettete Systeme und MikrocontrollernOptische, akustische oder haptische WarnsystemenPrototypische Integration in Handwerkswerkzeuge
Format und didaktisches Setting
Die Pilotaktion wurde als praxisorientierter Semesterkurs mit begleitenden Studien- und Abschlussarbeiten durchgeführt. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung innovativer KI-gestützter Sicherheitslösungen für das Handwerk. Die Studierenden arbeiteten in interdisziplinären Kleingruppen und verbanden wissenschaftliche Methoden mit einer anwendungsnahen Produktentwicklung.nEin zentraler Bestandteil des Formats war die Aktivierung der persönlichen Netzwerke der Studierenden zu Handwerksbetrieben. Über Gespräche, Bedarfsanalysen und Praxisrückmeldungen wurden konkrete Anwendungsfälle und Sicherheitsherausforderungen aus dem Handwerksalltag identifiziert. Die erhobenen Anforderungen dienten als Grundlage für die Konzeption, Entwicklung und Erprobung der Safe-Tools-Demonstratoren.nDas didaktische Konzept folgte einem projektbasierten Lernansatz mit den Phasen Problemidentifikation, Anforderungsanalyse, Konzeptentwicklung, technologischer Umsetzung und Evaluation. Die Studierenden entwickelten eigenständig Lösungsansätze, wählten geeignete KI-Verfahren aus und setzten prototypische Demonstratoren um. Dabei wurden fachliche Kompetenzen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Produktentwicklung und angewandte Forschung mit praxisorientierten Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Handwerksbetrieben verknüpft.nDas Format förderte sowohl den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Handwerk als auch die Entwicklung von Innovations- und Problemlösungskompetenzen bei den teilnehmenden Studierenden.