Die Pflaster-Box auf der WALZ: Maurermeister der HWKNO

Ort HWK Regensburg Zeitraum 05.08.2026 – 05.08.2026 Organisation OTH Regensburg Partner Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz Teilnehmende 20 Status Abgeschlossen
Die Pflaster-Box auf der WALZ: Maurermeister der HWKNO

Kurzbeschreibung der Pilotaktion

Im Rahmen der Pilotaktion PA4.OTH26 „Die Pflaster-Box auf der WALZ: Maurermeister der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz (HWKNO)“ wurde die Pflaster-Box als praxisorientiertes Demonstrations- und Erprobungsformat eingesetzt. Den Teilnehmenden wurden verschiedene innovative Technologien mit potenziellem Bezug zum Bau- und Pflasterhandwerk vorgestellt. Dazu gehörten KI und Mixed Reality, Exoskelette zur körperlichen Unterstützung, ein Roboterhund sowie die KI-Station WALZi zur Mustererkennung. Ergänzend wurde das Thema Nachhaltigkeit in die Pilotaktion integriert.

Zielsetzung & erwarteter Erkenntnisgewinn

Ziel der Pilotaktion war es, Handwerker praxisnah mit neuen Technologien vertraut zu machen und deren mögliche Einsatzfelder im handwerklichen Arbeitsalltag erfahrbar zu machen. Durch die eigenständige Erprobung sollten Berührungsängste reduziert und gleichzeitig Erkenntnisse zur Technologieakzeptanz, zum wahrgenommenen praktischen Nutzen sowie zu bestehenden Hemmnissen und Unterstützungsbedarfen gewonnen werden. Ergänzend wurde untersucht, welche Bedeutung Nachhaltigkeitsaspekte für die Teilnehmenden im beruflichen Kontext haben.

Eingesetzte Technologien / Materialien

Zum Einsatz kamen KI-Anwendungen einschließlich der KI-Station WALZi zur Mustererkennung, Mixed-Reality-Anwendungen, Exoskelette zur körperlichen Unterstützung bei handwerklichen Tätigkeiten sowie ein Roboterhund als Beispiel für mobile Robotik. Die Pflaster-Box bildete den übergreifenden Demonstrations- und Erprobungsrahmen. Zur strukturierten Erfassung der Erfahrungen und Einschätzungen wurde ein standardisierter Fragebogen eingesetzt.

Format und didaktisches Setting

Die Pilotaktion wurde als interaktives Hands-on-Format durchgeführt. Die Teilnehmenden erhielten nicht nur eine Einführung in die unterschiedlichen Technologien, sondern konnten diese selbst praktisch erproben und deren mögliche Relevanz für den eigenen Arbeitsalltag unmittelbar einschätzen. Die Verbindung aus Demonstration, eigenständigem Ausprobieren und anschließender Befragung ermöglichte eine praxisnahe Auseinandersetzung mit den Technologien. Insgesamt wurden Fragebögen von 12 Handwerkern und einem Ausbilder ausgefüllt.

Kooperation Handwerk-Hochschule

Die Pilotaktion erfolgte mit Maurermeistern bzw. Handwerkern aus dem Umfeld der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz (HWKNO) und ermöglichte einen direkten Wissenstransfer zwischen Hochschule und Handwerk. Die praktische Erprobung bot die Möglichkeit, technologische Ansätze aus Forschung und Entwicklung unmittelbar mit den Erfahrungen, Anforderungen und Einschätzungen handwerklicher Anwender abzugleichen. Die Teilnehmenden waren voraussichtlich unterschiedlichen Unternehmen zuzuordnen; eine belastbare Anzahl der vertretenen Unternehmen liegt derzeit nicht vor.

Ergebnisse, Learnings & Verstetigung

Ergebnisse, Learnings und VerstetigungnnDie Befragung liefert erste Erkenntnisse zur Akzeptanz und zum wahrgenommenen Nutzen der vorgestellten Technologien. Als wesentliche Hemmnisse für den Einsatz neuer Technologien wurden insbesondere Investitionskosten, ein teilweise nicht unmittelbar erkennbarer Nutzen sowie fehlende Zeit und fehlendes Wissen genannt. Als unterstützende Maßnahmen wurden praxisnahe Anwendungsbeispiele, finanzielle Förderung und Schulungsangebote hervorgehoben.nnAls mögliche Mehrwerte neuer Technologien wurden insbesondere körperliche Entlastung, Zeitersparnis und effizientere Arbeitsabläufe gesehen. Das Exoskelett wurde dabei vergleichsweise positiv bewertet. Auch gegenüber Mixed Reality und KI zeigte sich bei einem Teil der Befragten eine grundsätzliche Offenheit. Der mögliche Einsatz eines Roboterhundes bei Pflasterarbeiten wurde hingegen überwiegend kritisch eingeschätzt.nnEine für die weitere Entwicklung besonders relevante Rückmeldung zum Roboterhund lautete: **„Also ich find den eher gruselig!“** Im begleitenden Austausch wurde dabei auch der mögliche militärische Einsatz vergleichbarer Systeme thematisiert. Die Rückmeldung verdeutlicht, dass die Akzeptanz neuer Technologien nicht ausschließlich von deren technischer Funktionalität oder praktischem Nutzen bestimmt wird. Auch soziale Wahrnehmungen, Assoziationen und Vorbehalte können die Technologieakzeptanz und damit den erfolgreichen Technologietransfer wesentlich beeinflussen. Für zukünftige Pilotaktionen sollten solche sozialen und gesellschaftlichen Faktoren daher gezielt berücksichtigt und im Austausch mit den Anwendern adressiert werden.nnIm Bereich Nachhaltigkeit standen insbesondere ein ressourcenschonender Materialeinsatz, Abfallvermeidung und Recycling sowie Langlebigkeit und wirtschaftliches Arbeiten im Vordergrund. Für die Weiterentwicklung der Pflaster-Box lässt sich daraus insbesondere ableiten, technologische Lösungen möglichst eng mit konkreten handwerklichen Anwendungsszenarien und unmittelbar erfahrbaren Mehrwerten zu verbinden. Das Hands-on-Format bietet hierfür eine geeignete Grundlage und kann für weitere Zielgruppen und Pilotaktionen fortgeführt bzw. angepasst werden.

Hier entstehen neue Lernwege für eine Baukultur, die nachhaltig, digital und menschlich zugleich ist. 

Du willst bauen, lernen, forschen oder weiterdenken? Dann bist du hier richtig. 

Menü

© 2026 Walz 4.0, Alle Rechte sind vorbehalten

Impressum

Datenschutz

Dieses Projekt wird durch Interreg gefördert.