Kurzbeschreibung der Pilotaktion
Die Pilotaktion „Pflaster‑Box 4.0“ war ein zentraler Bestandteil des WALZ 4.0‑Beitrags beim AI Day an der OTH Regensburg. In einer interaktiven Demonstration wurde gezeigt, wie Künstliche Intelligenz und digitale Assistenzsysteme konkret im handwerklich‑industriellen Kontext eingesetzt werden können. Besucherinnen und Besucher konnten anhand der Pflaster‑Box praxisnah erleben, wie KI‑gestützte Anwendungen traditionelle Handwerkssprozesse unterstützen, Wissen zugänglicher machen und neue Formen der Mensch‑Maschine‑Interaktion ermöglichen. Neben der direkten Ansprache der Veranstaltungsteilnehmenden trug die Aktion auch dazu bei, durch im Rahmen des AI Days entstandene Fernsehbeiträge eine deutlich größere Zielgruppe zu erreichen. Auf diese Weise konnte das Gesamtprojekt WALZ 4.0 einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und seine Inhalte weit über die Veranstaltung hinaus disseminiert werden.
Zielsetzung & erwarteter Erkenntnisgewinn
Ziel der Pilotaktion war es, Künstliche Intelligenz für ein breites Publikum verständlich, greifbar und erlebbar zu machen und gleichzeitig den Transfer von Forschungsergebnissen aus WALZ 4.0 in die Praxis zu erproben. Erwartet wurde insbesondere Erkenntnisgewinn darüber, wie niedrigschwellige, anschauliche Demonstratoren das Verständnis und die Akzeptanz von KI erhöhen,nwelche Fragen, Erwartungen und Vorbehalte Besucherinnen und Besucher gegenüber KI‑gestützten Assistenzsystemen äußern,nund wie sich komplexe digitale Lösungen im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen verständlich kommunizieren lassen.
Eingesetzte Technologien / Materialien
Eingesetzt wurden Mixed‑Reality‑Technologien (Microsoft HoloLens 2) sowie Computer‑Vision‑Verfahren zur KI‑gestützten Analyse und Unterstützung handwerklicher Tätigkeiten. Ergänzend kamen digitale Assistenz‑ und Visualisierungssysteme sowie zirkulär wiederverwendbare Naturpflastersteine zum Einsatz, um nachhaltige Planungs‑ und Baukonzepte praxisnah darzustellen.
Format und didaktisches Setting
Die Pilotaktion wurde im Rahmen des AI Day an der OTH Regensburg durchgeführt, einer akademisch geprägten Konferenz mit Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz und digitalen Innovationen. Die Pflaster-Box 4.0 war dabei als interaktiver Demonstrator in die Veranstaltung integriert und für die Teilnehmenden während der gesamten Konferenz zugänglich.nDas didaktische Konzept kombinierte eine frei zugängliche Demonstrationsstation mit einer fachlichen Einordnung im Rahmen des Konferenzprogramms. Besucherinnen und Besucher konnten die vorgestellten Technologien eigenständig erproben und mit Mitgliedern des Projektteams über technische Hintergründe, Anwendungsmöglichkeiten und Herausforderungen diskutieren. Dadurch wurde ein niedrigschwelliger Zugang zu komplexen Themen wie Künstlicher Intelligenz, Computer Vision und Mixed Reality geschaffen.nErgänzend zur Demonstration erfolgte eine Präsentation vor dem Plenum der Konferenz, in der die Ziele, Technologien und Anwendungsfelder der Pflaster-Box 4.0 innerhalb des Projekts WALZ 4.0 vorgestellt wurden. Dadurch konnten sämtliche Konferenzteilnehmende, unabhängig von einem direkten Besuch der Demonstrationsfläche, mit den Projektergebnissen und den zugrunde liegenden Forschungsansätzen in Kontakt kommen.nDa die Veranstaltung auf dem Campus der OTH Regensburg stattfand, wurde die Sichtbarkeit der Pilotaktion zusätzlich über die eigentliche Zielgruppe hinaus erweitert. Auch Studierende und weitere Hochschulangehörige, die nicht unmittelbar an der Konferenz teilnahmen, wurden auf die Demonstration aufmerksam und konnten sich über die vorgestellten Technologien informieren. Dadurch entstand ein zusätzlicher Wissenstransfer innerhalb des Hochschulumfelds.nEine weitere Verstärkung der Reichweite ergab sich durch die mediale Begleitung der Veranstaltung. Die Pflaster-Box 4.0 und das Projekt WALZ 4.0 wurden in Fernsehbeiträgen vorgestellt und dokumentiert. Darüber hinaus wurde ein Interview mit Projektbeteiligten aufgezeichnet und veröffentlicht. Dadurch konnten die Inhalte der Pilotaktion über den unmittelbaren Teilnehmerkreis hinaus einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt werden.
Kooperation Handwerk-Hochschule
Die Pilotaktion verdeutlichte die enge Zusammenarbeit zwischen der OTH Regensburg und der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz. Während die Hochschule aktuelle Forschungs- und Entwicklungsergebnisse sowie innovative Lehr- und Lernkonzepte einbrachte, konnten die Vertreterinnen und Vertreter des Handwerks ihre praktischen Erfahrungen und Anforderungen aus der Aus- und Weiterbildung einbringen. Dadurch entstand ein direkter Austausch zwischen Wissenschaft, Berufsbildung und handwerklicher Praxis.
Ergebnisse, Learnings & Verstetigung
Neben den Erkenntnissen aus dem direkten Austausch mit dem akademischen Publikum zeigte die Pilotaktion auch das Potenzial öffentlicher Wissenschafts- und Innovationsveranstaltungen für die Verbreitung von Projektergebnissen. Durch die Kombination aus Demonstrationsstand, Fachvortrag und medialer Berichterstattung konnten unterschiedliche Zielgruppen erreicht werden, darunter Forschende, Studierende, Unternehmensvertretungen sowie die interessierte Öffentlichkeit. Die Veranstaltung verdeutlichte damit, dass praxisnahe Demonstratoren nicht nur für Qualifizierungszwecke geeignet sind, sondern auch einen wirksamen Beitrag zur Wissenschaftskommunikation, Technologievermittlung und öffentlichen Sichtbarkeit von Forschungsprojekten leisten können.