Kurzbeschreibung der Pilotaktion
Wie können Handwerksunternehmen von der Innovationsförderung von Bund und Kantonen profitieren? Wie kann die Kooperation mit Forschungseinrichtungen nutzenstiftend gelingen? Handwerksunternehmen müssen sich täglich neuen Herausforderungen stellen und haben deshalb ein hohes Mass an Innovationskraft entwickelt. Für viele Handwerksunternehmen, die hochwertig und experimentell unterwegs sind, ist das selbstverständlich. Warum bewerben sich verhältnismäs sig wenige Handwerksunternehmen um eine Innovationsförderung von Bund oder Kantonen? Wie können Handwerksunternehmen unterstützt werden, wenn sie experimentell an neuen Produkten und an zukunftsweisenden Lösungen arbeiten? Die Veranstaltung bietet Informationen über öffentliche Förderprogramme, Beispiele für bereits gelungene Forschungskooperationen sowie persönliche Kontakte zwischen forschenden Hochschu len und Handwerksunternehmen
Zielsetzung & erwarteter Erkenntnisgewinn
Es wird austestet, in wie weit ein Matching zwischen Handwerksunternehmen und Hochschulen gelingen kann mit dem Ziel, gemeinsame Innovations- und Forschungsvorhaben zu entwickeln und umzusetzen. Bisher ist dies noch kaum gelungen.
Format und didaktisches Setting
Kurzvorträge und Matchingprozess beim Apero
Kooperation Handwerk-Hochschule
Interaktive Abendveranstaltung
Ergebnisse, Learnings & Verstetigung
Die interaktive Nachhaltigkeitsabfrage zeigt, dass die Teilnehmenden Pflasterbau insbesondere mit Wiederverwendung, Langlebigkeit, Recycling und natürlichen Baustoffen in Verbindung bringen. „Wiederverwendung“ wurde mit fünf Nennungen am häufigsten genannt, gefolgt von „langlebig“ mit drei Nennungen. Mehrfach wurden außerdem Recycling, Wiederverwendbarkeit, der Verzicht auf Erdöl und natürliche Baustoffe genannt. Gleichzeitig wurden mögliche Nachteile wie höherer Arbeitsaufwand, Zeit- und Kostenintensität sowie Pflegeaufwand angesprochen.nDie Diskussion verdeutlichte damit, dass die Nachhaltigkeit des Pflasterbaus nicht eindimensional bewertet werden kann. Pflaster kann beispielsweise durch Wiederverwendbarkeit, Reparierbarkeit, lange Lebensdauer und versickerungsfähige Systeme Vorteile aufweisen, während höhere Herstellungskosten oder längere Bauzeiten entgegenstehen können.nEin weiterer Erkenntnisgewinn lag in der Verknüpfung ökologischer Nachhaltigkeit mit technologischen und sozialen Fragestellungen. Durch die praktische Auseinandersetzung mit KI und Exoskeletten wurden insbesondere mögliche Auswirkungen neuer Technologien auf Arbeitsbedingungen, körperliche Belastungen und zukünftige Arbeitsprozesse thematisiert. Diese Aspekte waren ausdrücklich Bestandteil der anschließenden Diskussion.nnVon den rund 20 anwesenden Studierenden füllten neun den abschließenden Fragebogen aus. Die Ergebnisse sind daher als exploratives Feedback und nicht als repräsentative Bewertung einzuordnen. Sie können dennoch genutzt werden, um Akzeptanz, wahrgenommenen Nutzen und Verbesserungspotenziale des Formats zu identifizieren.nnDie Pilotaktion diente zugleich der Erprobung eines seminarischen Lehrformats, das auf dem bestehenden Lehrangebot „Nachhaltiges Bauen“ aufbaut. Die Kombination aus fachlichem Input, eigenständiger Bewertung, praktischer Technologieerprobung und Diskussion soll auf Basis der gewonnenen Erfahrungen weiterentwickelt und perspektivisch in weiteren Lehr- und Transferkontexten eingesetzt werden.