Kurzbeschreibung der Pilotaktion
Im Rahmen der deutsch-tschechischen Projektwoche „SteamUp Week“ wurde die Pflaster-Box der OTH Regensburg am Ausbildungszentrum Passau der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz präsentiert und erprobt. Die Projektwoche brachte Auszubildende, Fachkräfte und Ausbildende aus Deutschland und dem tschechischen Nachbarland zusammen, um gemeinsam an einem konkreten handwerklichen Projekt, dem Bau einer Außenküche, zu arbeiten.nDie OTH Regensburg ergänzte dieses praxisnahe Vorhaben durch die Demonstration innovativer Zukunftstechnologien für das Handwerk. Die Pflaster-Box sowie deren technologische Erweiterungen dienten dabei als anschauliche Plattform, um digitale Assistenzsysteme und neue Formen der Mensch-Technik-Interaktion im handwerklichen Arbeitsalltag erlebbar zu machen.
Zielsetzung & erwarteter Erkenntnisgewinn
Ziel der Pilotaktion war es, den Teilnehmenden innovative Technologien und deren potenzielle Einsatzmöglichkeiten im Handwerk praxisnah zu vermitteln. Dabei sollte insbesondere gezeigt werden, wie digitale Werkzeuge körperlich belastende, komplexe oder zeitaufwendige Tätigkeiten unterstützen und vereinfachen können.nDarüber hinaus verfolgte die Pilotaktion das Ziel, den grenzüberschreitenden Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen deutschen und tschechischen Teilnehmenden zu fördern. Die internationale Zusammenarbeit bot die Möglichkeit, unterschiedliche Perspektiven auf moderne Technologien im Handwerk kennenzulernen und gemeinsame Zukunftsszenarien zu diskutieren
Eingesetzte Technologien / Materialien
Im Rahmen der Veranstaltung wurden verschiedene Zukunftstechnologien vorgestellt und praktisch demonstriert:nKünstliche Intelligenz (KI)nMixed-Reality-AnwendungennRobotic Exoskelette zur Unterstützung körperlich belastender TätigkeitennDie WALZ 4.0 Pflaster-Box als Demonstrator für digitale AssistenzsystemenDer weiterentwickelte Demonstrator „AI4Tiling“nBesonders hervorgehoben wurde der neue Demonstrator „AI4Tiling“. Das System kombiniert Künstliche Intelligenz und Mixed Reality, um für einen Fliesenbelag automatisch einen QR-Code zu generieren, der direkt auf eine digitale Verlegeanleitung verweist. Anhand eines Mosaikfliesen-Beispiels wurde gezeigt, wie komplexe und fehleranfällige Verlegearbeiten durch digitale Unterstützung deutlich vereinfacht werden können.
Format und didaktisches Setting
Die Pilotaktion fand als Bestandteil einer internationalen Projektwoche statt, in der die Teilnehmenden gemeinsam an einem realen Bauprojekt arbeiteten. Die technologische Demonstration wurde unmittelbar in den handwerklichen Kontext eingebettet und anhand praxisnaher Anwendungsfälle vermittelt.nDurch die Verbindung von handwerklicher Tätigkeit und technologiegestützter Demonstration konnten die Teilnehmenden die Potenziale digitaler Werkzeuge unmittelbar nachvollziehen und deren Nutzen für konkrete Arbeitsprozesse beurteilen.
Kooperation Handwerk-Hochschule
Die Pilotaktion stellt ein gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Handwerk dar. Während die Projektwoche einen authentischen handwerklichen Anwendungsrahmen schuf, brachte die OTH Regensburg aktuelle Forschungs- und Entwicklungsergebnisse aus den Bereichen Digitalisierung, KI und Mensch-Technik-Interaktion ein.nAuf diese Weise konnten wissenschaftliche Entwicklungen unmittelbar mit praktischen Anforderungen aus dem Handwerk verknüpft und deren Anwendbarkeit gemeinsam diskutiert werden.
Ergebnisse, Learnings & Verstetigung
Die Pilotaktion verdeutlichte, dass moderne digitale Technologien auch in traditionellen handwerklichen Tätigkeitsfeldern einen konkreten Mehrwert schaffen können. Besonders die Demonstration des AI4Tiling-Systems zeigte anschaulich, wie KI-gestützte Assistenzlösungen komplexe Arbeitsabläufe strukturieren und die Ausführung anspruchsvoller Tätigkeiten unterstützen können.nDie Einbettung der Demonstratoren in ein reales Bauprojekt erwies sich als besonders wirkungsvoll. Die Teilnehmenden konnten die vorgestellten Technologien nicht isoliert betrachten, sondern deren Nutzen unmittelbar im Zusammenhang mit einer praktischen Aufgabenstellung erleben. Dies förderte das Verständnis für die Anwendungsbereiche von KI, Mixed Reality und weiteren digitalen Technologien im Handwerk.nEin weiterer wichtiger Erfolgsfaktor war die internationale Ausrichtung der Veranstaltung. Der Austausch zwischen deutschen und tschechischen Teilnehmenden eröffnete neue Perspektiven auf die Digitalisierung des Handwerks und stärkte den grenzüberschreitenden Wissenstransfer. Unterstützt wurde dies zusätzlich durch die internationale Zusammensetzung des OTH-Projektteams, das auch technisch versierte tschechische Muttersprachler umfasste. Dadurch konnten sprachliche Barrieren reduziert und der fachliche Austausch erleichtert werden.nDie Pilotaktion zeigte insgesamt, wie technologische Innovation, praxisnahe Demonstration und internationale Zusammenarbeit erfolgreich miteinander verbunden werden können. Die gewonnenen Erfahrungen bieten eine gute Grundlage für zukünftige grenzüberschreitende Demonstrations- und Transferformate im Rahmen von WALZ 4.0.