1 Problem – 1000 Lösungen (1/2 Tag)

Ort Campusväre Dornbirn Zeitraum 07.11.2025 – 07.11.2025 Organisation Universität Liechtenstein Partner Campusväre Dornbirn; Designforum Vorarlberg; WKV Teilnehmende 12 Status Abgeschlossen
1 Problem – 1000 Lösungen (1/2 Tag)

Kurzbeschreibung der Pilotaktion

Der Workshopnachmittag (3-4h) „1 Problem – 1000 Lösungen“ im Rahmen von Walz 4.0 bietet Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren eine praxisorientierte Einführung in die Zusammenarbeit von Architektur und Handwerk. Angehende Architekt:innen und Zimmererlehrlinge arbeiten mit den Teilnehmenden, um alltägliche Probleme (wie z. B. ein gebrochener Stuhl) in Gruppen zu lösen. Die Jugendlichen entwickeln kreative, ressourcenschonende Lösungen, die sie anschließend mit einfachen Materialien umsetzen. Ziel des Workshops ist es, interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern, Berufsorientierung zu bieten und kreatives Problemlösungsdenken zu stärken. Die Veranstaltung legt besonderen Wert auf Teamarbeit, Kommunikation und nachhaltiges Denken.

Zielsetzung & erwarteter Erkenntnisgewinn

Berufsorientierung & PraxisnähenDirekter Austausch mit jungen AuszubildendennEinblicke in verschiedene Berufswege und ArbeitsrealitätennVerbindung von kreativen und handwerklichen ProzessennEntwicklung innovativer Lösungen für AlltagsproblemenFörderung kreativen Denkens unter MaterialbegrenzungnZusammenarbeit in interdisziplinären TeamsnVerbesserung von Kommunikations- und Teamfähigkeiten

Eingesetzte Technologien / Materialien

- Baustoffe aus der Altmöbelsammlung in der Region die nach möglichkeit einen Defekt vorweisen; Komplexität erhöht ggf. durch 'ersatzneubau' oder anpassung zu optimierenn- einfachste Handwerkszeuge wie Fuchsschwanz, Hammer, Nägel, Beisszange, Seil, ; alles 'Rückbaubar'

Format und didaktisches Setting

gemeinsamer Workshop (1/2 Tag) wobei die Disziplinen sich selbst vorstellen und in weiterer Folge gemeinsam an 'einem Objekt' gearbeitet wird

Ergebnisse, Learnings & Verstetigung

- Fragebogen mit anonymisierten Rückmeldungenn- Altersstruktur und RollenverteilungnDie eingeladenen Schüler:innen waren deutlich jünger als erwartet, wodurch ein Austausch auf Augenhöhe nur eingeschränkt möglich war. Die Studierenden und Lehrlinge übernahmen daher verstärkt moderierende und anleitende Rollen, was sich zugleich als pädagogischer Mehrwert erwies.n- Workshopdynamik und ZusammenarbeitnTrotz des Altersunterschieds arbeiteten alle Gruppen engagiert am Projekt. Die Studierenden unterstützten die jüngeren Teilnehmenden aktiv bei der Ideenfindung und förderten deren kreative Entwicklung.n- Zeitplanung und AblaufnDie theoretische Einführung nahm mehr Zeit als vorgesehen in Anspruch, wodurch die praktische Umsetzungsphase unter Zeitdruck geriet. Eine Reduktion der inhaltlichen Komplexität und ein schnellerer Einstieg in die praktische Arbeit erscheinen künftig sinnvoll.n- Materialeinsatz und RahmenbedingungennDie vorhandenen Möbelstücke wurden kreativ genutzt, jedoch entstand der Wunsch nach zusätzlichen Materialien (z. B. Rollen, Leisten, Platten). Ein ergänzender Materialpool könnte zukünftige Prozesse erleichtern und Diskussionen vermeiden.n- Arbeitsunterlagen und ReflexionnDie Workshopblätter strukturierten zwar den Prozess, boten jedoch aufgrund der knappen Zeit wenig Raum für vertiefte Reflexion. Die inhaltliche Qualität der gesammelten Ideen erwies sich bereits ohne zusätzliche Vertiefungsschritte als ausreichend.n- Ergebnisse und Qualität der ArbeitennDie drei entstandenen Lösungen in Form von einem Palettentisch, einem umgebauten Barstuhl mit Hocker sowie ein rollbarer Couchtisch zeigten eine beeindruckende Vielfalt an Herangehensweisen und Ausdrucksformen. Besonders hervorzuheben ist der sichtbare Stolz der Gruppen auf ihre jeweiligen Ergebnisse.n- Bilder und Arbeitsblätter als Grundlage für weitere WorkshopsnnHerausforderungen & Lösungen:n- verschiedene Altersstufen n- integration der Studierenden + Lehrlinge -verschiedene Niveaus der handwerklichen FähigkeitennnVerstetigung:n- Praxis orientierter Einstieg mit reduzierter TheorienKomplexe inhaltliche Modelle sollten stärker vereinfacht und zugunsten eines schnellen, handlungsorientierten Einstiegs reduziert werden. Ein Curriculum könnte kurze Impulsphasen mit unmittelbar anschließenden praktischen Arbeitssequenzen kombinieren („Learning by Doing“).n- Modul „Anleiten und Moderieren“ für StudierendenDa sich die moderierende Rolle der Studierenden als wertvoll erwiesen hat, könnte ein eigenes Modul zur Anleitung, Gruppenmoderation und altersgerechten Kommunikation integriert werden. Dies stärkt soziale, didaktische und projektleitende Kompetenzen im Sinne von Walz 4.0.n- Material- und TransformationskompetenznEin curricularer Schwerpunkt könnte auf dem bewussten Umgang mit Bestandsmaterialien sowie ergänzenden Materialoptionen liegen. Dabei könnten Strategien der Transformation, Erweiterung und funktionalen Aufwertung systematisch vermittelt und reflektiert werden.- nnBewertung Zielerreichung:n- Grundsätzliche ZielerreichungnDie gesetzten Ziele des Workshops wurden insgesamt sehr gut erreicht. Insbesondere im Hinblick auf Prozessqualität, kreative Ergebnisse und Engagement der Teilnehmenden kann das Format als erfolgreich bewertet werden.n- Herausforderungen bei Einladung und AktivierungnSchwächen zeigten sich vor allem bei der Ansprache, Motivation und tatsächlichen Teilnahme der Jugendlichen. Die Gewinnung dieser Zielgruppe erwies sich als deutlich aufwendiger und anspruchsvoller als erwartet.n- Relevanz im Kontext Walz 4.0nFür das Projekt Walz 4.0 sind die Ergebnisse dennoch inhaltlich relevant. Angesichts der vergleichsweise geringen Teilnehmendenzahl sind die Rückmeldungen als qualitativ wertvoll, differenziert und in ihrer Tendenz durchaus repräsentativ einzuschätzen.nnEmpfehlungen für Nachnutzung:nDie Ergebnisse werden direkt als weiterentwicklung für den 3-tägigen Workshop im Sommer 2026 eingesetzt

Hier entstehen neue Lernwege für eine Baukultur, die nachhaltig, digital und menschlich zugleich ist. 

Du willst bauen, lernen, forschen oder weiterdenken? Dann bist du hier richtig. 

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