Was passiert, wenn man ein konkretes Bauproblem nimmt und Menschen aus völlig unterschiedlichen Disziplinen darauf loslässt? Die Antwort: erstaunlich viel. Am 7. November 2025 lud die Universität Liechtenstein zum Workshop „1 Problem – 1000 Lösungen“ in den CampusVäre Dornbirn ein.

Das Format: Ein Problem, viele Perspektiven
Das Konzept ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Eine reale Herausforderung aus der Bauwirtschaft wird vorgestellt. Dann arbeiten gemischte Teams — Studierende, Handwerker, Designer, Architekten — in kurzer Zeit an möglichst vielen Lösungsansätzen. Nicht die perfekte Lösung zählt, sondern die Vielfalt der Perspektiven.
Organisiert wurde der Workshop von Prof. Wolfgang Schwarzmann (Universität Liechtenstein) in Zusammenarbeit mit dem CampusVäre Dornbirn, dem Designforum Vorarlberg und der Wirtschaftskammer Vorarlberg.
Drei Gruppen, ein Raum voller Post-Its
Die Teilnehmenden arbeiteten in drei Gruppen, bewaffnet mit Stiften, Post-Its und der Freiheit, groß zu denken. An den Wänden des CampusVäre wuchsen bunte Ideenlandschaften — von pragmatischen Konstruktionslösungen bis zu visionären Konzepten, die alle Beteiligten überraschten.
Was dieses Format von klassischen Hochschulseminaren unterscheidet: Hier gibt es keine Hierarchie zwischen Theorie und Praxis. Die Idee eines Zimmermanns steht gleichberechtigt neben dem Entwurf einer Architekturstudentin. Genau diese Gleichwertigkeit ist der Kern von Walz 4.0.
Fortsetzung im Februar 2026
Der Erfolg des ersten Workshops führte zu einer erweiterten Neuauflage: Im Februar 2026 fand „1 Problem – 1000 Lösungen V2″ statt — diesmal über drei Tage, mit vertiefter Ausarbeitung der besten Ansätze. Das Format hat sich als eines der produktivsten im gesamten Walz-4.0-Netzwerk erwiesen und soll als Blaupause für weitere Standorte dienen.
Geplant ist zudem eine Holzbauregatta am Bodensee im Sommer 2026 — ein Wettbewerb, bei dem Teams aus verschiedenen Hochschulen und Handwerksbetrieben Boote aus Holz konstruieren und auf dem See testen. Walz 4.0 auf dem Wasser — wir sind gespannt.


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